27. Januar 2026

Internationaler Holocaustgedenktag 2026

 

Erinnerung ist ein wichtiger Teil, um aus der Geschichte zu lernen. Am Internationalen Holocaustgedenktag gab es in der Rhein-Hunsrück-Zeitung ein Interview mit Eva Umlauf, die als Zweijährige die Hölle von Auschwitz überlebte. Sie teilte ihre Sicht auf das Erinnern mit: "Ich kann mich nicht an sechs Millionen Tote erinnern, das ist nur eine Zahl. Wir können uns aber an unsere Toten in den Familien erinnern. Das ist immer persönlich, immer emotional, weil diese Menschen uns ein Leben lang fehlen." (RHZ v. 27.01.2026, S. 3 Interview mit Eva Umlauf).

Angesprochen von diesem Gedanken, dass Erinnern Einzelschicksale betrifft und nicht eine "graue Masse", nahm uns Susan Sindhu mit hinein in die Geschichte von Eva Goldberg, einem jüdischen Mädchen aus Görlitz. Zwei Schwestern von Evas Mutter lebten in Amsterdam und die Familie Goldberg besuchte sie in den Ferien. Während dieser Besuche freundete sich Eva mit einem Mädchen namens Anne Frank an und gab ihr im Januar 1939, als die Goldbergs aus Deutschland geflohen waren, ihr Poesiealbum. Dort schrieb Anne Frank folgende Worte: 

Mit Vielen teile Deine Freuden
Mit Allen Munterkeit und Scherz.
Mit Wenigen nur Deine Leiden!
Mit Auserwählten nur Dein Herz.
In Erinnerung an Deine Freundin Anne Frank
29.1.1939

Den Goldbergs gelingt die Flucht in die USA, das Schicksal von Anne Frank ist uns bekannt.

Weitere Informationen
"Das Poesiealbum von Eva Goldberg" von Lauren Leiderman (Hentrich & Hentrich Verlag, 2021)
Beitrag des MDR-Fernsehen
 

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