22. August 2026

Baumaßnahme öffentliches Außenschachfeld in Kirchberg



Wer die offene Kinder- und Jugendarbeit kennt, der weiß, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Neben den konzeptionell reflektierten und festgehaltenen pädagogischen Aufgaben, haben wir hier am Standort Kirchberg auch immer wieder mal Momente und Aktionen außerhalb dieses üblichen Rahmens.

Im Sommer 2024 hatten wir die Möglichkeit, zu einem sehr günstigen Tarif gedrechselte Massivholz Schachgroßfiguren zu kaufen. Dafür konnten wir genug Spenden (ca. 1.000,- Euro) einsammeln, dass es auch noch für Material zum Bau eines Außenschachfeldes ausreichte.

Zu dieser Baumaßnahme kam es jetzt. In vielen kleinteiligen Schritten wo sich immer wieder genug junge Menschen fanden, die tatkräftig Hand anlegten, wurde das Projekt innerhalb von 4 Tagen realisiert: 19., 20., 21. und 22. August 2026 waren unsere harten Arbeitstage.

Nun ist es geschafft und alle, die mit dabei waren, sind auch froh und glücklich darüber.


Hier nun die Bildergalerie, was da so alles geschehen ist -->


Wir haben ausgerechnet, dass diese 8cm hohen Pflastersteine ein Gesamtgewicht von etwa 2,5t haben. Wurde alles von Hand aus der Fläche entnommen und sauber gemacht und dann wieder aufgeschichtet.

Damit das alles nicht nur sauber aussieht, sondern auch lange hält, haben wir uns für tiefe Bordsteine entschieden, die im Betonfuß ihren Halt haben. Dafür mussten wir uns durch den gut verdichteten Frostschutz graben. Das war eine schweißtreibende Angelegenheit.

Nach getaner Arbeit waren wir froh, dass an einem Tag geschafft zu haben.

Nun bekamen wir Unterstützung im Rahmen eines praktischen Workshops "How to" von einem erfahrenen Tiefbauer, der in seiner Bescheidenheit für seine ehrenamtliche Tätigkeit nicht genannt werden möchte.
Mittels der guten alten Schnurtechnik, wie sie schon die Ägypter beim Bau der Pyramiden anwandten, wurde die Fläche von 64 Platten á 40cm sauber in den rechten Winkel gesetzt. Für die exakten 90° brauchten wir auch keinen Winkelmesser wie ein Geodreieck, sondern nutzen eine Messtechnik mit dem Gliedermaßstab (umgangsprachlich: Zollstock).

Feierabend ...
Damit niemand auf den frisch betonierten Bordsteinen balanciert, haben wir ein freundliches Hinweisschild aufgestellt.

Von den 2,5t Pflastersteinen mussten wieder ein paar Steine zurück geholt werden, die wurden für die saubere Verarbeitung im Randbereich benötigt.
Nun wurde als letzte Bodenschicht Feinsplitt von unserem Kirchberger Betonwerk besorgt. Danach konnten die Platten eingesetzt werden. 

Da vorher sorgfältig gemessen wurden, passte alles genauso wie geplant. Klasse! Beim Bauen merkten wir schon: Das wird richtig geil!
Da doch einige Schnitte an den Pflastersteinen getätigt werden mussten, waren wir dankbar für die bereitgestellte wassergeführte Steinschneidemaschine aus dem Baujahr 1995.

Dieser Hammer ist einfach hammer. Damit ließ sich alles schön zurechtklopfen.

Ob es jetzt jeder glaubt oder nicht, hier haben wir unterm Strich 50 Fugensand (gebrochener Basalt) eingefegt. Damit ist das für viele Jahre haltbar gemacht. 

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