14. September 2018

AfD-Vortrag in Emmelshausen samt Gegendemo

Gelebte Demokratie: AfD-Vortrag und damit verknüpfte Demonstration



Eine Veranstaltung der AfD und damit verbunden eine GEGEN-Veranstaltung, also eine DEMO, und das in Emmelshausen, direkt um die Ecke, machte uns neugierig …

Die Fragen was passiert da eigentlich, wer nimmt an solch einer Veranstaltung teil, wie sieht so etwas aus und wird organisiert, und vor allem, wie ist die Stimmung, beschäftigten uns und wir beschlossen kurzfristig und ganz spontan einen Ausflug nach Emmelshausen.

Lange Rede kurzer Sinn… wir rollten direkt auf die Veranstaltung zu und wie es unsere Art ist, suchten wir uns keinen Parkplatz sondern fuhren direkt auf das Gelände. Weit kamen wir nicht. Zwei Polizeibeamte kamen an das Fahrerfenster und erklärten uns liebevoll, dass alle Parkplätze belegt seien und wir uns einen anderen Platz suchen müssten. Aber wir gaben nicht auf und bewegten unseren „Der-bewegt-was“-Bus nur ca. 18 Meter weiter auf ein abgesperrtes Gelände. Auch hier waren – schneller als die Polizei erlaubt – die Beamten vor Ort und erklärten uns sachlich und sehr freundlich das Parkverbot auf diesem Gelände. Erster Eindruck: Hier ist alles strukturiert und man fühlt sich sicher und abgeholt.

Mit dem Ziel alle Seiten kennenzulernen machten wir uns auf den Weg zu der Veranstaltung der AfD. Der Weg führte uns durch die Absperrungen der einzelnen Lager. Von beiden Seiten, über die Barken hinweg konnten wir die Blicke spüren die uns stumm zuriefen: Zu wem gehört diese Gruppe und was haben sie vor? In die verschiedensten Schubladen gesteckt kamen wir zu der privaten Security der AfD Veranstaltung. Leider wurden wir mit der Erklärung das die Veranstaltung voll wäre und die Sicherheitsbestimmungen es nicht zuließen, abgewiesen.

Also mischten wir uns wieder unter die anderen Völkerschichten und machten eine Bekanntschaft mit einem Polizeibeamten der extra für die Kommunikation ausgebildet und zuständig war. Sein entspanntes Auftreten, die interessierten Fragen sowie seine wertschätzenden Aussagen allen Lagern gegenüber, zeigten mir das eine so gelebte Demokratie möglich ist und wir uns glücklich schätzen können in einem Land zu leben wo der Mensch vor Meinungen zählt.

Fazit: Ein gelungener Ausflug mit vielen neuen Impulsen. Leider konnten wir uns keinen Eindruck über die eingeschlossene oder ausgeschlossene AfD machen und somit fällt unser Eindruck der Veranstaltung etwas einseitig aus. Trotz allem regt es zu Meinungsaustausch und Diskussionen an die wir gerne mit der Zug-Familie leben und fördern.

Wir werden also dem Herrn AfD-Fraktionssprecher Uwe Junge, MdL einen Brief schreiben und ihm unsere erlebte Situation darstellen.

Nachtrag vom 15.09.: Ein großer Artikel in der Rhein-Hunsrück-Zeitung berichtet von dem Vorabend. Die Aussage des Kommunikations-Polizeibeamten um seine objektive Einschätzung der Menschen in Zahlen "Hier sind 400 Demonstranten plus 100 Schaulustige und Zaungäste auf der anderen Straßenseite." Vom Versammlungsrecht her ist klar geregelt, wer zu den Demonstranten gehört und wer nicht. Dazu konnte man sich freiwillig hinter mit rot-weißem Flatterband abgesperrte Flächen begeben. Also in Summe 500 Menschen, die sich allein mit ihrer puren Anwesenheit deutlich zum Ausdruck gebracht haben.

Das Zug-Team im Dialog mit den Demonstranten, die Polizei-Wachtmeister haben angesprochen, den öffentlich zugänglichen Weg zu räumen.
 
Klare schriftliche Kommunikation

Keine Kommentare: